Bevor du startest: Was dich erwartet und wie du dich vorbereiten kannst
Selbstrespekt zu stärken ist kein Sprint. Es ist eher so, als würdest du eine neue Sprache lernen – am Anfang fühlt sich alles etwas holprig an, aber mit der Zeit wird es natürlicher. Viele Menschen kommen zu uns mit der Erwartung, dass sich in wenigen Wochen alles ändert. Und ja, manche Veränderungen spürst du schnell. Aber die wirklich tiefen Verschiebungen brauchen Zeit, Geduld und vor allem: deine aktive Beteiligung.
Wir möchten ehrlich mit dir sein. Dieser Weg ist nicht immer bequem. Du wirst auf Gedankenmuster stoßen, die jahrelang Teil deines Alltags waren. Manche davon lassen sich leichter verändern als andere. Aber genau deshalb ist es wichtig, dass du von Anfang an weißt, worauf du dich einlässt – und wie du die besten Voraussetzungen für deine persönliche Entwicklung schaffst.
Wichtig zu wissen:
Diese Programme sind keine passive Erfahrung. Du wirst aktiv an dir arbeiten, Übungen machen, reflektieren und manchmal auch an Grenzen stoßen. Das ist normal. Und genau da beginnt das eigentliche Wachstum.
Was du mitbringen solltest: Realistische Erwartungen und offene Bereitschaft
Zeit und Raum für dich selbst
Du brauchst nicht stundenlang täglich zu üben. Aber du solltest dir bewusst Zeit nehmen – vielleicht 20 bis 30 Minuten am Tag. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Kontinuität. Manche finden morgens Zeit, andere abends. Finde heraus, was für dich funktioniert.
Bereitschaft zur Selbstreflexion
Du wirst Fragen begegnen, die unbequem sind. „Warum denke ich so über mich?" oder „Woher kommt dieses Gefühl?" sind keine einfachen Fragen. Aber sie sind wichtig. Selbstrespekt beginnt damit, dass du dich selbst besser verstehst – mit all den widersprüchlichen Gedanken und Gefühlen.
Geduld mit dir selbst
Es gibt Tage, an denen du Fortschritte spürst. Und es gibt Tage, an denen du das Gefühl hast, auf der Stelle zu treten. Beides gehört dazu. Veränderung verläuft nicht linear. Manchmal brauchst du zwei Schritte zurück, um dann drei nach vorne zu gehen.
Offenheit für neue Perspektiven
Manche Übungen oder Ansätze werden dir anfangs seltsam vorkommen. Das ist okay. Gib ihnen trotzdem eine Chance. Oft sind es gerade die Dinge, die uns zunächst fremd erscheinen, die am Ende den größten Unterschied machen.
Wie sieht der typische Ablauf aus?
Jede Woche gibt es neue Inhalte – Videos, Übungen, manchmal auch kurze Texte zum Nachdenken. Du arbeitest in deinem eigenen Tempo durch die Module. Manche Menschen schaffen alles innerhalb weniger Wochen, andere lassen sich mehrere Monate Zeit. Beides ist völlig in Ordnung.
Du bekommst Aufgaben, die du zwischen den Modulen umsetzt. Das können Reflexionsübungen sein, praktische Experimente im Alltag oder kleine Verhaltensänderungen. Diese Übungen sind der Kern des Programms – sie helfen dir, das Gelernte wirklich zu integrieren.
Fünf Schritte, die dir den Einstieg erleichtern
- Schaffe dir einen festen Rahmen. Such dir einen Ort, an dem du ungestört bist. Das kann eine Ecke in deiner Wohnung sein, ein bestimmter Stuhl oder sogar ein Café. Wichtig ist, dass du dich dort konzentrieren kannst.
- Leg dir ein Notizbuch zu. Digital oder analog – egal. Aber ein Ort, an dem du Gedanken, Erkenntnisse und Fortschritte festhältst, ist unglaublich wertvoll. Du wirst überrascht sein, wie viel sich über Wochen hinweg verändert.
- Setze dir realistische Ziele. Nicht „Ich will in zwei Wochen komplett selbstbewusst sein", sondern „Ich möchte lernen, meine Bedürfnisse klarer zu kommunizieren" oder „Ich will verstehen, warum ich mich in bestimmten Situationen klein fühle."
- Sei bereit, ehrlich zu dir selbst zu sein. Das ist vielleicht der schwierigste Punkt. Manchmal wirst du Dinge über dich herausfinden, die unangenehm sind. Das ist kein Zeichen, dass etwas falsch läuft – im Gegenteil.
- Erwarte keine Perfektion. Du wirst Tage haben, an denen du keine Lust hast, dich mit den Inhalten zu beschäftigen. Das ist menschlich. Wichtig ist, dass du wieder zurückkommst, anstatt ganz aufzugeben.